24. August 2010
Nelio Santo, Auszubildender im 3. Lehrjahr bei Auto-Vorbeck in Wentorf bei Hamburg war zwei Wochen mit anderen Auszubildenden der Hamburger Berufsschule in Hamburgs Partnerstadt St. Petersburg. Der Austausch zwischen den Hamburger und St. Petersburger Berufsschulen wird jedes Jahr vom Berufsschullehrer Hartmut Teske organisiert. “Wir wollen den Schülern einen Eindruck vermitteln, wie in Russland gearbeitet wird. Für viele ist diese Reise ein einschneidenes Erlebnis”, sagt Hartmut Teske.
Ein sehr positives Erlebnis war die Reise auch für Nelio Santo. “Ich war sehr beeindruckt, von der Herzlichkeit und Offenheit der russischen Kollegen. Sie haben uns mit offenen Armen aufgenommen und uns immer unterstützt und geholfen”, sagt er.
Eine Ausbildung zum Mechatroniker ist in Russland sehr begehrt und schwer zu bekommen. “Die Auszubildenden kommen aus allen Teilen Russlands nach St. Petersburg. Die Ausbildung findet weitesgehend in der Schule statt. Die jungen Männer leben und wohnen auch in der Schule”, erklärt Harmut Teske. “Deshalb geht der Großteil ihres eh spärlichen Verdienstes für das schuleigene Internat drauf.”
“Obwohl sie so wenig hatten, haben sie alles mit uns geteilt und haben am letzten Abend sogar noch eine großes Abschiedsessen veranstaltet”, sagt Nelio Santo. Der Hamburger war von der technischen Ausstattung der Lehrwerkstatt begeistert. “Da fehlte kein Gerät.” Die Art der Ausbildung findet er in Deutschland besser. “Die Ausbildung in Russland ist schulischer als bei uns. In Deutschland bekommt man in den Ausbildungsbetrieben gleich direkten Kontakt zum Kunden und zu anderen Kollegen. Das finde ich besser.” Nelio Santo hat viel auf der Reise gelernt. “Ich sehe meine Ausbildung und die Möglichkeiten, die ich in Deutschland habe nun mit ganz anderen Augen und bin sehr dankbar, dass ich diese Erfahrung machen konnte.”




Tags: Ausbildung, kfz-mechatroniker, st.petersburg
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