Infotag zur E-Mobilität
12. Mai 2012Sie fahren geräuschlos, stoßen kein CO2 aus und sehen auch noch gut aus – die neueste Generation der Elektro-Autos begeistert die Besucher beim großen Informations-Tag zur Elektromobilität bei Auto-Vorbeck in Wentorf bei Hamburg.
Anlass für die Veranstaltung ist die Einweihung der ersten Öko-Tankstelle des e-werk Sachsenwald auf dem Gelände von Auto-Vorbeck.
Die Fahrzeugauswahl ist beachtlich – vom Renault Twizy über den Mitsubishi iMiEV, dem E-Smart der ersten Generation bis zum Peugeot iOn können die Besucher alle aktuellen Serienfahrzeuge anschauen und Probe fahren.
Und davon wird auch viel Gebrauch gemacht. Die Besucher, die sich zum ersten Mal in ein E-Auto setzen, sind erstaunt über den ruhigen Fahrkomfort. „Man hört nichts“, sagt Nils Buchner. „So ein Auto macht echt Spaß, hätte ich nicht gedacht.“ Andere sind von der Technologie begeistert. „Wir müssen umdenken. Deshalb ist das Fahren mit Ökostrom eine gute Alternative“, sagt Steffen Schmidt.
Einige Besucher nutzen E-Autos auch schon privat. „Ich bin von der Technologie überzeugt“, sagt Axel Valentiner-Brandt aus Glinde bei Hamburg. „Wir fahren im Kurzstreckenbereich nur noch unseren Mitsubishi iMiEV.“ Je nach äußeren Umständen und Fahrweise fährt der Unternehmer zwischen 80 und 180 Kilometer, bevor er wieder neu Strom tanken muss. „Das mache ich ganz bequem aus der Steckdose zu Hause in der Garage.“
Auch Claus Bode aus Wentorf ist von seinem E-Auto begeistert. „Ich nutze für Strecken in der Umgebung und nach Hamburg gar nichts anderes mehr“, sagt der Hamburger, der vor einem halben Jahr einen Fiat 500 Karbag gekauft hat. Er hält die Diskussion über den Nutzen von E-Autos für völlig falsch geführt. „Es wird leider nicht sachlich informiert, weil viel zu wenige Leute über E-Autos wirklich Bescheid wissen. Besonders bei den Autoverkäufern besteht ein riesiger Nachholbedarf.“
Stefan Körte vom TÜV-Nord ist überzeugt davon, dass die E-Technologie, in absehbarer Zeit zumindest im Kurzstreckenbereich eine echte Alternative sein wird. Aber auch er sieht einen großen Informationsbedarf in allen Bereichen. „Das Thema wird noch nicht positiv genug in der Presse behandelt. Deswegen ist der Verbraucher auch nicht gut informiert. Dabei gibt es wirklich schon tolle Serienautos verschiedener Hersteller. Nur das wissen die meisten Menschen gar nicht“, sagt der Fachmann.
Führend in Technik und Serienausführung sind im Moment noch die japanischen und französischen Autobauer. Nissan, Mitsubishi , Renault und Peugeot sind alle mit Serienfahrzeugen am Markt. Ende des Monats folgt noch Smart mit der ersten E-Version. Smart-Verkäufer Christian Pantermühl stellt bei seinen Verkaufsgesprächen häufig fest, dass besonders die jüngere Generation die E-Mobilität sehr positiv bewerten. „Da gibt es fast keine Kritik. Die jungen Menschen freuen sich einfach über die neue, zukunftsweisende Technologie. Während bei den älteren Kunden viel mehr Überzeugungsarbeit geleistet werden müssen.“
Stefan Vorbeck von Auto-Vorbeck ist mit der Resonanz am Informationstag zur E-Mobilität sehr zufrieden. „Wir haben einen ersten Schritt gemacht. Es waren viele interessierte Besucher da. Jetzt müssen wir daran arbeiten, dass das Thema E-Mobilität weiter in den Köpfen der Menschen ankommt. Das ist Pionierarbeit und irgendwann wird die Fortbewegung mit E-Autos ganz normal werden“, sagt der Unternehmer.


































































































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